Tipps zum Wohlfühlen in einer Gastfamilie in Irland

Tipps zum Wohlfühlen in einer Gastfamilie

Schon der Politiker Ambrosius (339-397 v. Chr.) sagte: „Wenn Du nach Rom kommst, mach es wie die Römer“. Bei allen Auslandsreisen ist dieses Zitat auch heutzutage noch gültig. Wer ein High School Jahr in Irland verbringt, sollte sich dort zunächst in die alltäglichen Gewohnheiten und Routineabläufen seiner Gastfamilie einleben.

Denn mit seiner Gastfamilie verbringt ein Austauschschüler nicht nur ein einzelnes Wochenende, sondern idealerweise sein ganzes High School Jahr. Wenn sich ein Neuling von Beginn an bemüht, sich in seiner neuen Familie zu integrieren, setzt er damit ein respektvolles Zeichen. Allerdings können aufgrund dieser Gastfamilie und ihrer Kultur einige Dinge auch ungewohnt sein und befremdlich wirken. Dazu zählen:

Mahlzeiten

Nicht nur die Art und der Umfang der Speisen können sich bei anderen Menschen unterscheiden, sondern auch die Tageszeiten, zu denen sie diese einnehmen. Während eine Familie am Morgen ausgiebig frühstückt, wird bei einer anderen nur eine Tasse Kakao oder Tee mit einem Stück Toastbrot gegessen. Auch die Zubereitung von warmen Mahlzeiten kann von Haushalt zu Haushalt
sehr unterschiedlich ablaufen: In einer Familie wird täglich frisch gekocht, in einer anderen Familie nimmt sich jeder, was er gerade essen möchte.

Tagesabläufe und Gewohnheiten

Während ein Haushalt ein TV-Gerät besitzt, kann es vorkommen, dass es in einer Familie bewusst keinen Fernseher gibt. Manche Gasteltern helfen bei den Hausaufgaben und planen gemeinsame Ausflüge und Aktivitäten, in anderen Familien kann jeder selbst entscheiden, was er gerade machen möchte. Auch die Hygiene- und Putzgewohnheiten können sich stark voneinander unterscheiden. Die einen putzen täglich ihr Klo und Badezimmer und möchten, dass ihre Regeln auch umgesetzt werden. Bei anderen wird vielleicht weniger geputzt, als bei dem Austauschschüler zu Hause.

Rechte und Pflichten

Jede Familie hat ihr gewohntes System. Es ist mit einer Maschine vergleichbar, in der die Zahnräder kontinuierlich ineinandergreifen und damit eine reibungslose Funktion des Familiensystems am Laufen halten. Damit ein Austauschschüler in dieses Familiensystem aufgenommen werden kann, sollte er sich also mit den Regeln der Familie beschäftigen. Wann gehen die Familienmitglieder in das Badezimmer? Wer bringt den Müll hinaus? Wer deckt morgens oder abends den Tisch? Wann ist jemand zu Hause? Wann soll man selbst zu Hause sein? Gerade wenn Gastgeschwister vorhanden sind, die täglich Haushaltspflichten erledigen, kann das Angebot von Hilfe förderlich sein.

Reden hilft!

Das Integrieren und einfügen in ein bestehendes Familiensystem bedeutet nicht, sich um jeden Preis unterzuordnen. Es sollten einfach Dinge vermieden werden, die Probleme verursachen könnten. Das muss nicht einmal gewollt geschehen: Während in manchen Familien das Sagen von „Bitte“ und „Danke“ eher unüblich ist, kann das Beibehalten dieser Gewohnheit in einer irischen Gastfamilie zu Ärger führen. Denn in Irland gelten Personen als unhöflich, wenn sie nicht „Bitte“ und „Danke“ sagen.

Tipp: Das miteinander Reden und Austauschen ist in einer neuen Familie sehr wichtig. Der Familiengast sollte sich nach seinem Einzug mit seiner neuen Familie an einen Tisch setzen, um sich mit deren Regeln vertraut zu machen. Klappt die Verständigung noch nicht so ganz oder sind es sehr viele Informationen auf einmal, hilft es auch, sich diese zu notieren.

Auf wichtige und liebgewonnene Dinge muss auch in Irland nicht verzichtet werden. Wenn sie nicht stattfinden, kann ein Austauschschüler seinen Gasteltern auch den einen oder anderen Vorschlag machen. Keine Gastfamilie wird abgeneigt sein, auch mal etwas typisch Deutsches zu probieren. Selbst beim Einkaufen können die eigenen Wünsche berücksichtige werden, solange sie mit den Gastgebern besprochen worden sind.


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